Eleanor Simmonds – paralympische Schwimmerin

Die heute weltweit bekannte paralympische Schwimmerin Eleanor Simmonds wurde am 11. November 1994 in Walsall geboren.

Von Geburt an hatte sie Achondroplasie, eine Art des Kleinwuchses, doch dies hat sie nie daran gehindert im Leben alles zu erreichen, was sie wollte!

In ihrer Kindheit besuchte sie die Cooper and Jordan School (eine Grundschule) und später dann die Aldridge School und die Olchfa School in Swansea, Walisien.

Mit 5 Jahren entdeckte Eleanor Simmonds ihre Leidenschaft für das Schwimmen und so schloss sie sich dem Boldmere Swimming Club an, wo sie einige Jahre lang regelmäβig übte.

Im Alter von 11 Jahren zog sie mit ihrer Mutter, ihren 3 Schwestern und ihrem Bruder nach Swansea – eine Stadt mit einem erstklassigen Hallenbad, in dem sie schon bald ihr zweites Zuhause haben würde.

Eine einzigartige Karriere

Simmonds war die jüngste britische Athletin und nahm schon mit 13 Jahren an den Olympischen Sommerspielen 2008 in Beijing am 50 m, 100 m und 400 m Freestyle, am 50 m Butterfly und am 200 m Individual Medley teil; sie schwamm und schwimmt noch immer in der Kategorie S6.

Im September 2012 nahm Simmonds erneut an den Olympischen Sommerspielen in London teil und dieses Mal gewann sie Gold im 400 m Freestyle – sie brach den damaligen Weltrekord in dieser Kategorie um ganze 5 Sekunden.

2 Tage später schwamm sie im 200 m Individual Medley und gewann erneut Gold – dieses Mal brach sie den Weltrekord, den sie noch am gleichen Morgen selbst gesetzt hatte!

Dann, im September 2016, verteidigte sie ihre Goldmedaille im 200 m Individual Medley bei den Sommerspielen in Rio – und erreichte einen neuen Weltrekord. Sie war die erste paralympische Schwimmerin, die diese Strecke in unter 3 Minuten geschafft hatte: nämlich in 2:59:81!

Neben all diesen Errungenschaften gewann Simmonds auch eine Bronze-Medaille im 400 m Freestyle Schwimmen.

Insgesamt hat Eleanor Simmonds 10 goldene Weltmeistertitel erhalten. Eine unglaubliche Leistung für jeden Sportler und umso beeindruckender, da sie dies in einem so jungen Alter geschafft hat!

Ehrungen und Verdienste

Im Jahr 2008 (im Alter von 13 Jahren), erhielt Simmonds den BBC Young Sports Personality of the Year Award, nachdem sie als jüngste britische Athletin an den Olympischen Sommerspielen teilnahm.

Ein Jahr später, 2009, wurde sie zu einem MBE (Member of the Order of the British Empire) ernannt – die damals 14-Jährige ist somit die jüngste Person, der diese Ehre jemals zugesprochen wurde.

Beim 200 m Individual Medley im Jahr 2012 war sie die erste Schwimmerin, die einen Rekord im London Aquatics Centre brach (sie brach hierbei ihren eignen Rekord um knapp eine halbe Sekunde).

Im Jahr 2011 erhielt sie die Auszeichnung „ Best British Sporting Performance for an Athlete with Disability“.

2012 gewann Simmonds insgesamt 4 Medaillen bei den Sommerspielen in London: 2 Goldmedaillen, eine Silbermedaille und eine Bronzemedaille. Zu ihrer Ehre wurden daraufhin zwei Postkästen golden bemalt – einer in Aldridge und einer in Swansea.

Im Jahr 2013 wurde Simmonds zum OBE (Officer of the Order of the British Empire) ernannt.